Shrinkflation gibt es nur bei Markenprodukten? Das stimmt leider nicht. Wir haben alle 470 Einträge der Mogelpackungsliste der Verbraucherzentrale Hamburg einzeln ausgezählt. Das Ergebnis unserer MarkenDetektive-Datenanalyse: Etwa jede neunte Mogelpackung auf der Liste ist eine Handelsmarke. Und dort, wo die Liste einen Hersteller nennt, taucht ein bekannter Name manchmal gleich zweimal auf – genau die Spur, der wir in der MarkenDetektive App für über 20.000 Produkte nachgehen.

So haben wir für unsere Auswertung gezählt

Die Verbraucherzentrale Hamburg sammelt seit Jahren Beschwerden über versteckte Preiserhöhungen: weniger Inhalt zum gleichen Preis, oder ein kleinerer Preisnachlass als Inhaltsverlust. Jeder Eintrag nennt Produkt, Hersteller, Händler, alte und neue Füllmenge und die errechnete Preiserhöhung. Die Verbraucherzentrale selbst spricht von „rund 1.000 Einträgen“. Auf ihrer Website abrufbar waren am 23. September 2026 genau 470 Einträge aus den Jahren 2018 bis 2026. Diese 470 haben wir ausgewertet.

Als Handelsmarke gezählt haben wir jedes Produkt, das unter einer Marke eines Händlers verkauft wird – von Gut & Günstig über Rewe Beste Wahl bis Balea. Drei Einträge, bei denen die Zuordnung nicht eindeutig ist, haben wir nicht mitgezählt. Die Zahl ist also eine Untergrenze.

Shrinkflation bei Eigenmarken: Jede neunte Mogelpackung ist betroffen

Von den 470 Einträgen entfallen nach unserer Auszählung 52 auf Handelsmarken, das sind 11,1 Prozent. Alle sieben großen Namen im Lebensmittel- und Drogeriehandel sind dabei:

Händler Einträge mit Handelsmarke Beispiele von der Liste
Aldi (Nord und Süd) 14 Barissimo, Moser Roth, Almare, Wonnemeyer, Westminster, Tandil
Edeka 10 Gut & Günstig, Edeka Herzstücke, Elkos
Rewe 7 Rewe Bio, Rewe Beste Wahl, Rewe frei von
Penny 6 Naturgut, Mühlenhof, Happy End
Lidl 6 Freeway, Combino, Chef Select, Crownfield
dm 5 Balea, Alverde, Denkmit, Ebelin, Dein Bestes
Rossmann 4 EnerBiO, Babydream, Alouette, Fusswohl

Der jüngste Fall ist der Gut & Günstig Tee „Italienische Limone“ von Edeka: 20 statt 25 Beutel, laut Liste eine versteckte Preiserhöhung von 25,0 Prozent (August 2026).

Gleich hohe Aufschläge wie bei teuren Marken

Die naheliegende Hoffnung wäre: Wenn Eigenmarken schrumpfen, dann wenigstens weniger stark. Die Liste gibt das allerdings nicht her. Der Median der versteckten Preiserhöhung liegt bei den 52 Handelsmarken-Einträgen bei 20,3 Prozent, bei allen übrigen Einträgen bei 20,0 Prozent. Praktisch kein Unterschied. Die Spitzenwerte bei Handelsmarken: Biscotto Waffelblättchen von Aldi Nord und Alverde Mineral Puder von dm mit je 100 Prozent, Freeway Iso Tonic von Lidl mit 88,2 Prozent.

Über die Jahre schwankt der Anteil der Handelsmarken zwischen 5,2 Prozent der Einträge (2025) und 18,2 Prozent (2020). 2026 sind es bisher 5 von 40 Einträgen.

Wer dahintersteckt: Dieselben Namen bei Marke und Eigenmarke

Das ist der Teil, der uns als Detektive am meisten interessiert. Bei vielen Handelsmarken nennt die Liste nicht den Händler, sondern einen Betrieb als Hersteller. Drei Beispiele, die unsere Recherche zeigt und die so auf der Liste vermerkt sind:

  • Popp Feinkost steht zweimal auf der Liste: mit der Aldi-Nord-Eigenmarke Wonnemeyer Rote Grütze (September 2022, +27,7 %) und mit der eigenen Marke Popp Delikatess Mayonnaise (Februar 2024, +18,2 %).
  • Markus Kaffee taucht ebenfalls doppelt auf, beide Male mit Tee für Aldi Nord: Gutbio Fenchel-Tee (November 2023, +49,7 %) und Westminster Grüner Tee (Juni 2022, +21,6 %).
  • Dalli-Werke werden für die dm-Marke Balea (Leichte Bodylotion, Juli 2022, +11,8 %) als Hersteller genannt. Nach unseren Daten stehen dieselben Dalli-Werke auch hinter der Sonnenschutzlinie Today Sun bei Rewe (Stand Juni 2026).

Wer schrumpft, schrumpft also nicht nur bei „den Marken“. Ein Betrieb, der für mehrere Händler abfüllt, steht vor denselben Kosten – egal, welches Etikett am Ende auf der Packung klebt. Wer hinter deiner Eigenmarke steckt, zeigt dir der Barcode-Scan in der MarkenDetektive App in Sekunden. Wie du selbst Spuren liest, erklären wir im Leitfaden Hersteller herausfinden.

Was die Zahl bedeutet – und was nicht

Die Mogelpackungsliste ist eine Beschwerdeliste, keine Marktstatistik. Auf ihr landet, was Verbraucherinnen und Verbrauchern auffällt und was sie melden. Markenprodukte kennen viele genauer, eine geschrumpfte Marken-Schokolade fällt eher auf als ein geschrumpftes Eigenmarken-Müsli. Die 11,1 Prozent sagen deshalb nicht, wie oft Eigenmarken im ganzen Markt schrumpfen. Sie sagen: Es passiert, bei allen großen Händlern, und nicht in kleinerem Maßstab.

Was die Politik dagegen plant, haben wir im Beitrag zum Shrinkflation-Gesetz zusammengefasst. Und wenn nicht die Menge schrumpft, sondern die Rezeptur schlechter wird, heißt das Skimpflation. Ob der Zwilling im Regal die bessere Rezeptur hat, zeigt dir der Zutaten- und Nährwertvergleich in der MarkenDetektive App.

So schützt du dich vor Mogelpackungen bei Eigenmarken

  1. Grundpreis statt Packungspreis: Der Preis je Kilo oder Liter am Regaletikett zeigt jede Schrumpfung sofort.
  2. Zwilling prüfen: Scanne das Produkt mit der MarkenDetektive App. Gibt es einen Markenzwilling aus derselben Fabrik, siehst du sofort, ob die Alternative je Kilo günstiger ist.
  3. Etikett „Eigenmarke“ nicht als Garantie lesen: Auch Handelsmarken schrumpfen, im Median genauso stark.
  4. Neue Verpackung = zweiter Blick: Relaunch, neues Design oder „neue Rezeptur“ gehen auf der Liste auffällig oft mit weniger Inhalt einher.
  5. Melden: Die Verbraucherzentrale Hamburg nimmt Hinweise auf Mogelpackungen über ihre Website entgegen.

Fazit: Shrinkflation ist kein Markenproblem, sondern ein Regalproblem

Handelsmarken stehen seltener auf der Mogelpackungsliste als Marken – aber wenn, dann mit ähnlich hohen Aufschlägen, und oft aus denselben Betrieben. Wer clever einkauft, vergleicht deshalb nicht Marke gegen Eigenmarke nach Gefühl, sondern Grundpreis gegen Grundpreis und Hersteller gegen Hersteller. Welche Zwillinge in deinem Wagen aus derselben Fabrik kommen, zeigt dir der Scan in der App.

Mit No-Name-Alternativen sparst du im Schnitt 50 % gegenüber dem Markenprodukt. Lade dir jetzt die kostenlose MarkenDetektive App für iOS oder Android herunter: Scanne deine Lieblingsprodukte, enttarne die Markenhersteller hinter den Eigenmarken und wandle deinen Einkaufszettel mit einem Klick in die günstigsten Alternativen um.

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So startest du im Supermarkt mit der MarkenDetektive App

Die Anwendung funktioniert händlerübergreifend bei allen großen Ketten – egal ob bei Aldi, Lidl, Edeka, Rewe, Kaufland, Netto, Penny oder in Drogerien.

  1. Lade dir die MarkenDetektive App kostenlos für iOS oder Android herunter.
  2. Stöbere in der Datenbank nach Produkten oder scanne mit deinem Smartphone den Barcode eines NoName- oder Markenprodukts.
  3. Entdecke in Sekunden, ob es Markenzwillinge gibt und enttarne den wahren Hersteller.
  4. Vergleiche Zutaten sowie Nährwerte und entscheide, welches Produkt für dich die beste Wahl ist.
  5. Plane deinen Einkauf: Erstelle smarte Einkaufszettel, teile sie in Echtzeit mit deinem Haushalt und lass teure Markenprodukte automatisch in günstige Alternativen umwandeln.
  6. Scanne deinen Kassenbon oder reiche neue Produkte ein und sichere dir zusätzliches Cashback.

Lade dir die aktuelle Version jetzt kostenlos für iOS und Android herunter und finde heraus, wer wirklich hinter deinen Lieblingsprodukten steckt. Wenn du MarkenDetektive schon nutzt: Update laden und direkt loslegen.


FAQ zu Shrinkflation bei Eigenmarken

  • Gibt es Shrinkflation auch bei Eigenmarken? Ja. Auf der Mogelpackungsliste der Verbraucherzentrale Hamburg sind 52 von 470 Einträgen Handelsmarken, das sind 11,1 Prozent (eigene Auszählung, 23.09.2026).
  • Welche Händler haben die meisten Mogelpackungen bei Eigenmarken? Nach unserer Auszählung Aldi (Nord und Süd zusammen) mit 14 Einträgen, vor Edeka mit 10 und Rewe mit 7. Penny und Lidl kommen auf je 6, dm auf 5, Rossmann auf 4.
  • Wie hoch ist die versteckte Preiserhöhung bei Eigenmarken? Im Median 20,3 Prozent – praktisch genauso hoch wie bei den übrigen Einträgen der Liste (20,0 Prozent). Die Einzelwerte reichen bis 100 Prozent.
  • Was ist die Mogelpackungsliste? Eine öffentliche Liste der Verbraucherzentrale Hamburg mit Produkten, bei denen weniger Inhalt zum gleichen oder höheren Preis verkauft wird. Sie beruht auf Verbraucherbeschwerden und nennt Produkt, Hersteller und Händler.
  • Wie erkenne ich Shrinkflation im Supermarkt? Am Grundpreis je Kilo oder Liter auf dem Regaletikett. Steigt er, obwohl der Packungspreis gleich bleibt, ist die Packung geschrumpft.

FAQs zu MarkenDetektive

  1. Was ist MarkenDetektive? MarkenDetektive ist eine App, mit der du NoName-Produkte enttarnen kannst. Wir zeigen dir, ob ein günstiges Produkt aus derselben Fabrik stammt wie ein teurer Markenartikel und wie ähnlich sich die Produkte sind. So kaufst du schlauer und informierter ein.
  2. Wie nutze ich die MarkenDetektive App? Ganz einfach: Lade sie kostenlos auf dein Smartphone herunter, scanne den Barcode des Produkts und lass dir anzeigen, wer dahintersteckt. So erkennst du auf einen Blick, ob es sich um denselben Hersteller handelt wie bei bekannten Marken. In unserer riesigen Datenbank kannst du darüber hinaus auch einfach nach Produktnamen, Herstellern, Märkten oder Schlagwörtern suchen und filtern.
  3. Welche Vorteile habe ich durch die MarkenDetektive App?
    • Sofort Geld sparen: Du zahlst nicht mehr für ein Label, wenn es die identische Qualität günstiger gibt.
    • Bewusster Konsum: Du erfährst mehr über Produktionsstandorte, Inhaltsstoffe und kannst Hersteller direkt vergleichen.
    • Einfache Bedienung: In wenigen Sekunden hast du alle Infos, die du brauchst, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.
  4. Ist die App kostenlos? Die MarkenDetektive App kannst du immer kostenlos herunterladen und nutzen.