Reis gehört für viele von uns zu den absoluten Lieblingsbeilagen und Grundnahrungsmitteln. Doch ein aktueller Bericht sorgt für Beunruhigung: Der Reis Test 2026 der Stiftung Warentest zeigt, dass fast jedes Produkt mit Schadstoffen belastet ist. Das klingt erst einmal alarmierend, doch es gibt keinen Grund zur Panik. Als Smart Shopper kannst du nicht nur die sichersten Produkte finden, sondern mit einfachen Tricks bei der Zubereitung viel bewirken. Wir zeigen dir, worauf du wirklich achten musst, welche Reissorten punkten und wie du mit unserer MarkenDetektive App bares Geld sparst, ohne bei der Qualität Kompromisse einzugehen.
Arsen, Kadmium & Co.: Die Ergebnisse der Stiftung Warentest
Die Untersuchung der Experten ist ernüchternd. Von 40 Produkten erhielten lediglich vier die Note „Gut“. Der Großteil landete im befriedigenden Mittelfeld, während acht Produkte aufgrund zu hoher Schadstoffwerte nur als „ausreichend“ eingestuft wurden. Besonders tückisch: Auch Bio-Produkte und Vollkornreis sind nicht automatisch besser, da Schwermetalle wie Arsen unabhängig von der Anbaumethode im Boden vorkommen.
Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Reis Test 2026:
- Arsen überall: In jeder einzelnen Probe wurde Arsen gefunden. Es gilt als krebserregend, weshalb eine geringe Aufnahme das Ziel sein sollte.
- Kadmium-Belastung: In 32 von 40 Produkten wurde Kadmium nachgewiesen, das langfristig die Nieren schädigen kann.
- Wenig Lichtblicke: Nur jede zehnte Packung konnte die Tester insgesamt überzeugen.
Die Überraschung: Eigenmarke schlägt teure Marken
Für uns Smart Shopper gibt es eine sehr gute Nachricht: Man muss kein Vermögen ausgeben, um eine der sichereren Reissorten zu erwischen. Tatsächlich teilt sich eine bekannte Discounter-Eigenmarke den ersten Platz mit spezialisierten Markenanbietern.
Zu den vier „guten“ Testsiegern gehören:
- K-Classic Langkorn Parboiled Reis (Kaufland) – Note 2,3
- Vollkorn Bio Jasmin Reis (Reishunger) – Note 2,3
- Pure Original Basmati (Tilda) – Note 2,4
- Basmati (Akash) – Note 2,5
Dass der günstige K-Classic Reis im Test so gut abschneidet, beweist einmal mehr: Preis und Qualität (insbesondere Schadstofffreiheit) gehen im Supermarkt nicht immer Hand in Hand. Oft stecken hinter den günstigen Eigenmarken dieselben hohen Produktionsstandards wie bei den Marktführern.
Die günstige Kaufland-Eigenmarke wird vom italienischen Hersteller Riso Scotti produziert.
Alle Testergebnisse liest du direkt bei der Stiftung Warentest.
Warum steckt überhaupt Arsen im Reis?
Viele Verbraucherinnen und Verbraucher fragen sich, wie das Gift überhaupt in unser Essen kommt. Die Antwort liegt direkt im Anbau: Reis wächst zum größten Teil im Wasser (Nassreisanbau). Die Reispflanze nimmt über ihre Wurzeln besonders gut das Arsen auf, das natürlicherweise im Boden vorkommt oder durch frühere landwirtschaftliche oder industrielle Nutzung ins Grundwasser gelangt ist. Das erklärt auch, warum Bio-Reis nicht automatisch besser geschützt ist: Die Pflanze zieht die Stoffe aus dem Boden, egal ob konventionell oder ökologisch gedüngt wird.
Kleine Reis-Warenkunde: Welche Sorte ist die beste Wahl?
Nicht jeder Reis ist gleich stark belastet. Hier ein kurzer Überblick für deinen nächsten Einkauf:
- Vollkornreis (Naturreis): Dieser Reis gilt eigentlich als extrem gesund wegen der Ballaststoffe. Da sich das Arsen aber vor allem in den äußeren Randschichten des Reiskorns anreichert, ist ungeschälter Naturreis leider oft stärker belastet.
- Basmati & Jasminreis: Diese feinen Duftreis-Sorten schneiden bei Schadstoffuntersuchungen historisch oft am besten ab und weisen geringere Werte auf.
- Parboiled Reis: Bei diesem speziellen Verfahren werden Nährstoffe durch Druck ins Innere des Korns gepresst, bevor es geschält wird. Das ist oft ein sehr guter Kompromiss aus Nährstoffen und geringerer Belastung.
3 Tipps, um Schadstoffe im Reis zu reduzieren
Du kannst selbst aktiv werden, um die Belastung in deiner Mahlzeit zu senken. Die Stiftung Warentest empfiehlt folgende Schritte:
- Gründlich waschen: Spüle den Reis vor dem Kochen so lange mit kaltem Wasser ab, bis das Wasser klar bleibt. Das schwemmt oberflächliches Arsen aus.
- Viel Wasser nutzen: Koche den Reis in der vier- bis fünffachen Menge Wasser (ähnlich wie Nudeln) und gieße das überschüssige Wasser nach dem Garen weg. Die herkömmliche Quellmethode, bei der das Wasser komplett aufgesogen wird, bindet die Schadstoffe hingegen im Korn.
- Abwechslung auf dem Teller: Iss Reis nicht täglich. Greife öfter zu heimischen Alternativen wie Dinkel, Grünkern oder Kartoffeln – das schont auch die CO2-Bilanz.
Clevere und heimische Alternativen
Um auf Nummer sicher zu gehen, kannst du Reis als Beilage öfter mal durch andere, unbelastete Alternativen ersetzen:
- Dinkel oder Grünkern: Sie haben eine tolle Konsistenz, wachsen regional und sind oft reicher an Nährstoffen.
- Bulgur & Couscous: Perfekt für schnelle Pfannengerichte oder Salate.
- Blumenkohl-Reis: Fein zerkleinerter Blumenkohl ist kalorienarm und garantiert frei von Reisschadstoffen.
Fazit: Clever einkaufen, gesund genießen
Der aktuelle Reis Test 2026 beweist einmal mehr, dass wir beim Lebensmitteleinkauf kritisch bleiben sollten. Doch du musst definitiv nicht das teuerste Markenprodukt kaufen, um gute Qualität zu erhalten. Testsieger wie der Reis von Kaufland zeigen, dass die Eigenmarke oft die schlauere Wahl ist.
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FAQ: Häufige Fragen zum Thema Reis
- Wie viel Arsen im Reis ist gefährlich? Es gibt gesetzliche Grenzwerte, die im Test von keinem der getesteten Produkt überschritten wurden. Da anorganisches Arsen jedoch krebserregend ist, sollte die Aufnahme so gering wie möglich gehalten werden, besonders bei Kindern.
- Darf ich gekochten Reis am nächsten Tag noch aufwärmen? Ja, aber kühle ihn nach dem Kochen schnell ab und stelle ihn direkt in den Kühlschrank. Bei warmer Zimmertemperatur können sich sonst Bakterien (Bacillus cereus) vermehren.
- Gibt es komplett arsenfreien Reis? Praktisch nicht, da Arsen weltweit in Böden vorkommt. Durch die Wahl von Basmati und die richtige Zubereitung (Waschen und Abgießen) kannst du den Gehalt aber massiv senken.